Vor Jahren schon einmal entdeckt und am Wochenende durch ein Gespräch mit einer Bekannten wieder darauf gebracht: Diese Videos vom “Spin Collectif” aus Paris sind für mich ein Sinnbild wie der Mensch sich an seine Umgebung anpasst. In Paris gibt es kaum Parks, in denen man “normal” Frisbee werfen kann. Also nutzt der Frisbeespieler in der Großstadt, was ihn einengt: Die Scheibe wird gegen den Boden, Wände, Geländer oder Züge geworfen und von dort wieder aufgefangen. Oder sie rollt im Flug entlang einer gekrümmten Wand und kommt zum Werfer zurück.
Die Videos sind etwas älter und haben schlechte Qualität. Aber teilweise war das bestimmt gewollt.
“Making Of”:
Dieses Video wurde erst 2008 eingestellt und hat bessere Qualität. Das “Spin Collectif” wird erwähnt, aber mir ist unklar, ob die Aufnahme von 2008 ist oder auch aus der Zeit um 2006.
Ein Werbevideo aus Südafrika mit dem “Spin Collectif”:
Das Werbevideo von “Spin Collectif” hat mich an den Werbe-Clip von Nike erinnert, mit dem in Europa ein kleiner Freestyle-Boom ausgelöst wurde. Der Nike-Clip ist aber älter (2003?):
Der kanadische Verband “Ultimate Canada” hat den 16. September 2010 zu einem Aktionstag “Bring Your Disc to Work Day” ausgerufen: Jeder soll eine Frisbeescheibe zur Arbeit mitbringen und so die Arbeitskollegen auf den Frisbeesport aufmerksam machen. Oder aber feststellen, dass der Kollege am anderen Ende das Gangs bereits einer der ca. 28 000 Ultimate-Spieler in Kanada ist, die in “summer leagues” spielen. Wer bei dieser Aktion Photos macht, kann sie zu einem Preisausschreiben einreichen.
Die WFDFUltimate-Weltmeisterschaft der Altersklasse U20 und die EUFUltimate-Europameisterschaft der U17 im Ultimate (WJUC2010) in Heilbronn ist schon eine Weile vorbei. Noch immer entdecke ich fast täglich neue Fotos oder Videos im Web und möchte daher hier Links dazu sammeln. Die Liste wird wahrscheinlich noch eine Weile immer wieder ergänzt werden, gerne auch um Vorschläge in den Kommentaren.
Schon beim Betrachten der Szenen nach dem Endspiel der WUCC 2010 in Prag, während die Kommentatoren sich noch darüber unterhielten, dass es in Europa üblich sei, dass Teams nach einem Spiel sich im Kreis zusammenstellen, war mir dank der noch laufenden Live-Übetragung aufgefallen, dass Ben Wiggins, eine tragende Gestalt der unterlegenen Mannschaft “Seattle Sockeye” und Gründer und Redakteur des Ultimate-Blogs “The Huddle” in diesem von den Amerikanern “Spirit Circle” getauften Kreis Bemerkenswertes sagte. Er beglückwünschte das Team “Revolver” nicht nur zu ihrem unangefochtenen Sieg über “Sockeye” (in einem Spiel, das mit erstaunlich wenig Foul-Calls auskam), sondern er nahm sie als das weltweit beste Team für die nächsten vier Jahre auch in die Pflicht, ihrer damit erworbenen Verantwortung gerecht zu werden, nun als Vorbild zu gelten: “Make this game stronger, because you are the champions.”
Da finden die 9. WFDFWorld Ultimate Club Championships (WUCC 2010) vom 03.07. bis 10.07.2010 gerade “um die Ecke” in Prag statt und Du kannst nicht hin? Anders als bei der Fußball-Weltmeisterschaft berichtet das Fernsehen überhaupt nicht darüber. Aber in diesen modernen Internet-Zeiten sollte es kein Problem sein, relativ aktuell Spielergebnisse und Spielberichte zu erhalten.
Heute hat der Veranstalter einige Hinweise gegeben, womit wir rechnen dürfen:
Spielergebnisse und Platzierungen: Unter der Adresse scores.wucc2010.com soll man alle Ergebnisse, Platzierungen und Statistiken abrufen können. Noch ist unklar, wie zeitnah (evtl. live?) die Resultate eingestellt werden. Jetzt schon findet man dort alle Teams (mit Spielerlisten) und den vollständigen Spielplan.
Video: Jeden Tag wird UltiVillage über 20 min an Highlights zusammenfassen und für 9,99 US$ anbieten. Es soll zum Testen auch kurze kostenfreie Clips direkt auf der WUCC-Seite geben. Außerdem plant der Veranstalter, die Top-Games des Tages sowie die Finalspiele live zu streamen. Die Filme sind nachträglich auch im Archiv abzurufen.
Photos: Vier offizielle Photographen (Neil Gardner, Dave Sanders, David Prucha und Jan Pirgl) werden ihre Photos über die Webseiten nzsnaps.com, ultimatephotos.org sowie flickr (auch zum Verkauf) anbieten.
Forum: Auf der Turnierseite ist ein Web-Forum installiert. Für die Nutzung muss man sich anmelden. Erfahrungsgemäß werden Foren im Turnierumfeld nicht sehr gut angenommen, doch auf einen Versuch kommt es an.
Twitter: Unter dem Account @wucc2010 schreibt der Veranstalter kurze Nachrichten. Man kann sie im Web lesen, auch ohne sich bei Twitter anzumelden. Es bleibt abzuwarten, welchen Mehrwert diese Nachrichten während der WM bieten werden. [Update] Vielen Twitternachrichten zur WUCC wird das Schlagwort #wucc2010 oder #wucc beigefügt. Dadurch sind WM-Tweets von verschiedenen Personen über die Twitter-Suchfunktion leicht zu finden. Sie geben die Stimmung der Teilnehmer sehr gut wieder.
Newsletter: Auf der Turnierwebseite wird noch ein Link auf Newsletter mit Artikeln und Photos bereitgestellt werden.
Daneben haben Teilnehmer bereits angekündigt, über das Turnier zu berichten:
Tony Leonardo (mit Artikeln auf der WUCC-Seite und in seinem neuen Blog)
Der Kanadische Ultimate-Verband, der 1993 unter dem Namen “Canadian Ultimate Players Association” (CUPA) gegründet wurde, hat nun nach seiner Umbenennung im Januar 2010 in “Ultimate Canada” eine neue Website mit neuem Layout und hat sich auch nach Abschluss einer Ausschreibung für ein neues Logo (s.o.) entschieden.
Auf der neuen Website fiel mir ein Link zur aktuellen Ausgabe des “Ultimate Canada Magazine” auf mit einem tollen Dive-Photo auf dem Cover. Das Magazin kann im Browser komplett angeschaut werden. Gute Photos sowie Berichte über Turniere, Spielstrategien und Observer machen das Heft zu einer lohnenswerten Lektüre.
In der “Shoutbox” auf der DFV-Webseite hat “Ed” Glindemann auf einen Bildfund hingewiesen. Wer kann die Namen dieser deutschen Ultimate-Nationalspielerinnen auf der Europameisterschaft 1987 in Köln nennen?
Im Bildarchiv der Mannschaft “Sneekys” aus Edinburgh finden sich noch einige weitere Photos aus den späten Achtzigern.
Inzwischen liegt das Ergebnis einer Umfrage vor, die Sarah Franchini aus Mengen im Allgäu zum Thema “Fairplay im Ultimate” für eine Stufenarbeit in der 12. Klasse Anfang des Jahres gemacht hat. Sarah gelang es, insgesamt 190 Rückmeldungen auf ihren Fragebogen zu bekommen. Jörg Benner, Geschäftsführer des DFV, präsentierte nun einige Aspekte der ihm vorliegenden Ausarbeitung in seinem Blog. Die Antworten auf eine der Fragen greife ich heraus:
Könnte ein Schiedsrichter den Spielablauf vereinfachen?
Interessanterweise glauben dies Juniorinnen am wenigsten, unmittelbar gefolgt von den älteren Herren. Nehmen wir die Juniorinnen aus der Statistik heraus (aufgrund der möglicherweise geringeren “Belastung” des Fairplays), ergibt sich aus den übrigen Werten eine deutliche Wende zwischen den Spielerinnen und Spielern unter 30 Jahren, die einem Schiedsrichtereinsatz positiv gegenüberstehen und denen über 30 Jahren, die dies deutlich ablehnen.
Sehr ähnlich sieht auch das Resultat aus bei der Frage nach dem Einsatz von “Observern” (Spielbeobachtern, die auf Nachfrage der Spieler eingesetzt werden können). Bei der Schlussfrage, ob der Einsatz von Schiedsrichtern beim Ultimate begrüßt würde, ist die Ablehnung jedoch bereits ab 20 Jahren aufwärts einhellig (zwischen 81 % bei 20-30 J m und 93,6 % bei Ü30 m). Jugendliche entscheiden sich ebenfalls in der Mehrzahl dagegen (69 % nein zu 23% ja bei U20 w, 50% nein zu 33,3% ja bei U20 m – der Rest enthielt sich der Stimme).
Zuletzt noch ein Promotion-Video für Ultimate aus Malaysia. Zwar sind die Spielszenen nicht wirklich werbeträchtig, aber die Website “Malaysia Ultimate” zeigt, dass der Sport dort auch auf höherem Niveau gespielt wird. Bereits zum dritten Mal wurde vor zwei Wochen in Serdang das Turnier “Malaysia Ultimate Open” ausgerichtet mit 19 Teams und 350 Spielern aus Malaysia, Singapur, Thailand, Australien und Kambodscha.
Heute teilte die Ultimate Players Association (UPA) mit, dass sie sich 30 Jahre nach ihrer Gründung 1979 umbenannt hat in “USA Ultimate” (USAU). Mit der Umbenennung (“rebranding”) werden auch ein neues Logo sowie eine neue Website mit neuem Layout und Webadresse www.usaultimate.org eingeführt. In ihrer Pressemitteilung schreibt die USAU, dass diese Änderung einerseits eine Folge der wachsenden Bedeutung des Sports in den USA ist, sie andererseits die Sichtbarkeit des Verbands auch gegenüber anderen nationalen Sportverbänden erhöhen wird und so zum weiteren Wachstum des Sports in den U.S.A. beitragen soll.
Offensichtlich ist die Umbenennung eine Anpassung an die Namensgebung anderer nationaler Sportverbände der U.S.A., die es erleichtern kann, einen Fuß in die Tür von Medien, Behörden und nicht zuletzt Sponsoren zu bringen.
Aus der Sicht internationaler Dachverbände wie z. B. dem WFDF sehe ich noch einen weiteren Grund: Bislang war die UPA nicht offiziell der Ultimate-Dachverband für die U.S.A., sondern wurde als sportartbezogener Verband für ganz Nordamerika gesehen. Daher war es auch möglich, dass kanadische Mannschaften an den UPA-Meisterschaften teilnehmen konnten. Im WFDF war die UPA daher zumindest anfänglich nicht als Vertreter der U.S.A. Mitglied, sondern als Vertreter der Sportart Ultimate. Diese ungewöhnliche Konstruktion hat auch dem WFDF zunehmend Bauchschmerzen bereitet, da sie für internationale Dachverbände unüblich ist. Die Mitgliedschaft bei Sportaccord (früher GAISF) und IWGA erforderten daher auch eine Bereinigung der WFDF-Mitgliederstruktur.
Ab sofort werden alle Ultimate-Turniere unter dem Namen USA Ultimate veranstaltet, so auch die US College-Meisterschaften an diesem kommenden Wochenende.
Auch auf Twitter wird ab sofort ein neuer Account benutzt.
Nach meiner Erinnerung machten bei einer Versammlung während der Ultimate-Weltmeisterschaft 1988 in Louvain la Neuve, Belgien, französische Vertreter den Vorschlag, auf der nächsten Weltmeisterschaft für Nationalteams die Masters-Division einzuführen für Spieler ab 30 Jahren. 1990 fand dann auch in Oslo die erste Weltmeisterschaft mit vier Masters-Teams statt (Frankreich war nicht dabei). Deutschland hat von Anfang an (außer in 1998) immer ein Masters-Nationaleam bei Weltmeisterschaften gestellt.
Spammer und SEO-”Experten” greifen nach jedem Strohhalm. So war es vor 9 Jahren noch verständlich, dass die Domain wuc2000.org in 2001 wenige Tage, nachdem ihre Registrierung auslieg, von einer Porno-Website übernommen wurde. Man erhoffte sich wohl durch alte Links zahlreiche Zugriffe. Auch heute noch dient die Domain vermutlich einem Spammer (mein Japanisch ist nicht gut genug, um das sicher festzustellen). Heute bemerkte ich, dass das Blog frisbeeblog.de keine Frisbee-Inhalte mehr hat, sondern nun mit pseudo-wichtigen Texten gefüllt ist, die reichlich mit Werbelinks versehen sind. Ob hier die Rechnung mit zahlreichen Alt-Links aufgeht, bezweifle ich aber. Oder sollte ich doch auch Werbung schalten? Kann man davon reich werden?
Frisbee in der Mongolei? Zwar hat niemand meine Frage in Rundstücke 2 beantwortet, aber bei Texthilfe berichtet Jörg Benner kurz (mit Bildern), was sich bei der Korrespondenz mit der mongolischen Anfrage ergeben hat. So ist offensichtlich zum 11. Juli 2010 im Rahmen des mongolischen Nationalfeiertags ein erstes Ultimate-Turnier geplant. Das wäre doch ein Ziel für die Marburger Mannschaft “Hässliche Erdferkel”, die seit Jahren nach ihren Spielen beim Lineup gerne das Lied vom Mongolenfürsten zum Besten geben.